Weißenthurm

junge Stadt am Rhein

 

Maßnahmen zur Bahnlärmreduzierung werden planmäßig fortgesetzt

 

Weißenthurm: Eine große Informationstafel der Deutschen Bahn AG kündigt seit dem 14. Mai in der Bahnhofstraße, Nähe Raiffeisen-Brücke an, dass in naher Zukunft im gesamten Stadtbereich von Weißenthurm an beiden insgesamt über sechs Kilometer langen Hauptgleisen, Schienenstegdämpfer angebracht werden.

 

Mit der Bauausführung hat die Deutsche Bahn AG das Bauunternehmen DIRINGER & SCHEIDEL aus Aschaffenburg beauftragt. Die Bauarbeiten an den Gleisen sollen überwiegend in der Nacht erfolgen, um tagsüber den Schienenpersonenverkehr nicht zu beeinträchtigen.

 

Die Schienenstegdämpfer werden als eine Art „Polster“ seitlich an den Schienen befestigt. Sie dämpfen bei Überfahrt eines Zuges die Schwingungen an den Schienen und damit die Ausbreitung von Erschütterungen und Lärm. Dies führt zu einer Lärmreduzierung von ca. drei Dezibel und einer spürbaren Abnahme von Erschütterungen.

 

Dazu stellt Bürgermeister Thomas Przybylla fest: „Drei Dezibel Lärmreduzierung scheinen auf den ersten Blick wenig. Addiere ich diese Lärmminderung zu der Lärmreduzierung, die aus der weiter fortschreitenden Umrüstung der Waggons auf sogenannte „Flüsterbremsen“ und der bereits erfolgten sowie der noch ausstehenden Errichtung von Lärmschutzwänden vor Ort zu erwarten ist, so wird sich der Bahnlärm in der Summe ganz erheblich reduzieren. Die bisherigen Maßnahmen haben bereits jetzt zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität vieler Bahnanwohner in unserer Region geführt und tragen auch zum Werterhalt von Immobilien bei.“

 

Beachtenswert ist diesbezüglich die Aussage von Andreas Gehlhaar, der seit Juni 2016 den Umweltbereich bei der DB leitet und Weißenthurm bereits zweimal besuchte: „Verkehrslärm ist eine große Belastung für viele Menschen. Deshalb investieren wir in einen deutlich besseren Lärmschutz an der Strecke ebenso wie in innovative Lösungen an den Güterwagen.“

 

In Weißenthurm belegt die Bahn durch den Einbau von zwei »Flüsterweichen« in 2014, durch die Errichtung einer Lärmschutz-Gabionenwand in 2018 und die anstehende Anbringung von Schienenstegdämpfern an den beiden Hauptgleisen im gesamten Stadtgebiet in 2020, dass diesen Worten auch Taten folgen.

 

Dies ist auch dringend geboten, denn die Stadt befindet sich verkehrstechnisch in einer besonderen Situation: Einerseits wird Weißenthurm auch wegen der Rheinlage und der sehr günstigen Verkehrsanbindungen als Wohnort sehr geschätzt. Dazu trägt neben der linksrheinischen Bahnanbindung Köln – Bonn – Koblenz – Mainz, auch die beide Rheinseiten verbindende Raiffeisen-Brücke bei.

 

Andererseits führt der dadurch gegebene Verkehr auf Straße und Schiene, aber auch auf dem Rhein zu einer erheblichen Belastung für die Bevölkerung durch Lärm, Erschütterungen und Feinstaub.

 

Infolge dieser Gegebenheit engagieren sich die Verbandsgemeinde Weißenthurm mit Bürgermeister Thomas Przybylla und die Stadt Weißenthurm mit Stadtbürgermeister Gerd Heim intensiv für die Reduzierung des Straßenverkehrslärms und gemeinsam mit der Weißenthurmer Bürgerinitiative für die Reduzierung des Bahnlärms.

 

Deren Vorsitzender Rolf Papen erklärt dazu: „Wir alle gemeinsam, Verbandsgemeinde, Stadt und Bürgerinitiative haben zusammen in den letzten Jahren hinsichtlich der Reduzierung des Bahnlärms schon viel erreicht. Unsere Strategie »Kooperation statt Konfrontation – gemeinsam die Zukunft gestalten« wird anerkannt und trägt Früchte.“ Er ist überzeugt: „Wir werden die Bahnlärmproblematik weiter in den Griff bekommen, wenn die „Fünf B‘s“ – „Bahnlärmbetroffene, Bürgerinitiative, Bürgervertreter, Bund und Bahn“ – weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen. Voraussetzung ist die Fortsetzung des offenen, fairen und konstruktiven Dialogs, Realitätssinn bei allen Beteiligten und die Bereitschaft, das Machbare engagiert und kompetent anzupacken.“

 

Vor dem Hintergrund der beabsichtigen und dringend gebotenen Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene wird der Güterzugverkehr – insbesondere im Mittelrheintal als Hauptgüterzugtrasse Europas – in Zukunft deutlich zunehmen.

 

Deshalb sind sich Thomas Przybylla, Gerd Heim und Rolf Papen einig, dass nach Abschluss der Gleisarbeiten für das Anbringen der Schienenstegdämpfer zeitnah auch die noch ausstehenden 2,3 Kilometer weitere Lärmschutzwände in Weißenthurm errichtet werden müssen.

 

Bild:

 

Vor-Ort-Begehung mit (v.l.n.r.) Stadtbürgermeister Gerd Heim, Rolf Papen, Bürgermeister Thomas Przybylla

 

 

 

Blick aus dem weißen Turm via Webcam

 

 

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